Die Zukunft der Arbeit in einem Event

Am Montag war ich zu Gast in der Hamburger Elbphilharmonie, auf der NEW WORK Experience, dem größten Event zur Zukunft der Arbeit. Mit mir waren ungefähr 2000 weitere Teilnehmer vor Ort.


Die Fokus-Themen Celebrating Work, Pioneering Culture sowie die Unternehmenskultur in Zeiten von New Work wurden von den Speakern, aus den verschiedensten Bereichen, beleuchtet und diskutiert. Darunter u. a. der Philosoph Richard David Precht, die Anthropologin Jitske Kramer, der Unternehmer Wolfgang Grupp, der Aktivist Fabian Grischkat, der Bestsellerautor John Strelecky, der Zukunftsforscher Ben Hammersley, Managementprofessor Prof. Dr. Ralf Lanwehr und die Glücksforscherin Maike von den Boom.


Die vielen verschiedenen Bereiche, aus welchen die Speaker kamen, lies großes Erwarten. Teilweise wurden diese mehr als erfüllt, aber teilweise wurde einfach vieles schon gesagt. Oder wie es Dr. Ralf Lanwehr in seiner Keynote „New Work auf dem Prüfstand: Was funktioniert? Und was nicht?“ provokant nannte, „viel bla bla, wenig Fakten“.
Beeindruckt hat mich Richard David Precht mit der Aussage, dass es schlimmer sein kann, keine sinnstiftende Arbeit zu machen, als keine Arbeit zu haben. Wo doch alle Welt genau das gerade propagiert. Die Arbeit zu tun, welche man wirklich, wirklich will. Vor allem, wenn wir von New Work sprechen. Tatsächlich kann einem genau dieser Anspruch an eine „erfüllende, sinnvolle“ Tätigkeit schon wirklich an Grenzen bringen.
Jitske Kramer hat einen tiefen Blick auf die kulturelle Herkunft geworfen und wie wichtig es ist, bei sich selbst mit Veränderung zu beginnen. Nur so kann Transformation gelingen. Sie ging dafür innerhalb von Tagen durch 7 Voodoo Zeremonien.
Auch Zukunftsforscher Ben Hammersley sprach davon, Transformation bei sich selbst zu beginnen. Er gab allen die Aufgabe, einen ganzen Tag sämtliche körperliche Aktionen nach deren Grund zu hinterfragen und diese evtl. auch anders lösen zu können.
Spannend und polarisierend waren die Ansichten des Unternehmers Wolfgang Grupp (Trigema). Er vertrat die Meinung, dass in seinem Unternehmen New Work bereits seit den 80er Jahren gelebt wird. Allerdings, ohne „dieses Homeoffice“. Er brauche seine Leute vor Ort, um Entscheidungen zu treffen. Er war wohl die meist zitierte, aber auch belächelte Person des gestrigen Tages. Mich haben seine Aussagen vor allem nachdenklich gemacht. Der Erfolg gibt ihm teilweise recht.
Nun will ich aber nochmals auf Dr. Ralf Lanwehr zurückkommen. Er coacht unter anderem Cheftrainer aus der Bundesliga und hat uns mit seiner Keynote beeindruckt. Er sprach über Charisma und dass dieses laut neuesten Erkenntnissen erlernbar ist. Dies hat er auch mit Fakten hinterlegt. Wie könnte er auch anders.


Ich habe noch so viel mehr Persönlichkeiten gelauscht und mir deren Sicht auf die Themen, welche uns gerade bei BPA Bürokonzept beschäftigen, angehört.
Am Ende ist etwas Nachdenklichkeit meinerseits geblieben. Aber genau das hatte ich mir erhofft. Ich werde jetzt mal mit der Transformation bei mir selbst beginnen.

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