Podiumsdiskussion: Gesellschaftliche Veränderungen der Arbeitskultur im Zeichen der Digitalisierung

Der Begriff „Work-Life-Blending“ entstammt der aktuellen Diskussion, bei der es darum geht, die beiden ohnehin schon eng miteinander verknüpften Lebenswelten Arbeit und Privatleben in Einklang zu bringen und je nach Bedarf einen Bereich in den anderen und umgekehrt zu integrieren.

Im Osnabrücker Rathaus fand dazu am 16.06. eine Podiumsdiskussion statt, an der neben Landrätin Anna Kebschull, Prof. Dr. Mustapha Sayed (Barmer), Prof. Dr. Marco Barenkamp (LMIS AG), auch unsere BPA Konzept Mitarbeiterin Aline Götz teilnahm. Sandra Schürmann von der WIGOS Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land mbH fragte Aline Götz: „Welche Veränderungen in der Arbeitswelt erwarten Sie hinsichtlich des angesprochenen gesellschaftlichen Wandels und wie müssten sich Unternehmen strategisch aufstellen, um sich auf die verändernden Ansprüche der Arbeitnehmer*innen einzustellen?“

„Wir von BPA Büroeinrichtungen stehen am Ende des Prozesses mit der Büroausstattung. Quasi die Letzten, die die neue Arbeitswelt umsetzen bevor die Mitarbeitenden einziehen. Mit unserer neuen Sparte Bürokonzept werden wir mittlerweile aber auch ganz am Anfang, wenn es um Veränderung im Unternehmen geht, mit einbezogen. Viele Unternehmen kommen auf uns zu und wünschen sich Beratung und Hilfe bei anstehenden Veränderungen, weil Sie während der Corona Pandemie gemerkt haben, dass Mitarbeitende auch von zuhause gut arbeiten können. Die aktuell vorhanden leeren Flächen sollen dann auf Wunsch des Kunden von uns umgestaltet werden. Um ein passendes Konzept zu entwickeln gehen wir in die Unternehmen und schauen uns die Firmenkultur an, denn nicht jeder Kunde hat die gleichen Voraussetzungen, sei es in den digitalen Infrastrukturen oder in der Branchendiversität. Wir geben Hinweise wie Unternehmenskulturen verändert werden können, damit Unternehmen strategisch in der Zukunft gut im „War of Talents“ aufgestellt sind.

Der momentane Trend geht dazu, weniger klassische Arbeitsplätze anzubieten und mehr soziale Inseln zu schaffen. Das heißt, die Mitarbeitenden sollen und möchten in die Büros zurückkommen, weil der soziale Austausch bei der hybriden Arbeit im Homeoffice viel zu kurz kam. Das heißt, wenn Mitarbeitende zurückkehren, möchten sie Orte auffinden, an dem der soziale Austausch stattfinden kann und man sich dabei wohlfühlt. Klassische Arbeitsplätze werden ergänzt durch Projekträume, soziale Austausch-Inseln und Kantinen. Letztere werden größer und öffentlicher gestaltet – nutzbar für Unternehmensveranstaltung. Es werden aber auch fokussierte Arbeitsplätze, mit Möglichkeit der Isolation bereit gestellt, damit die Vorteile des Home-Office, auch im Büro, genutzt werden können. Das tätigkeitsbasierte Arbeiten ist dabei ein gutes Konzept, um attraktiv und gut gewappnet für die Zukunft zu sein.  

Des Weiteren finden viele Veränderungen im Unternehmen statt und oftmals wird den Mitarbeitenden viel abverlangt. Sei es in der Digitalisierung oder in der Arbeitslast, gerade nach Corona. Deswegen legen wir viel Wert darauf, als „Anwalt der Mitarbeitenden“, das ganze Unternehmen mitzunehmen. Das bedeutet Befragung aller Beteiligten sowie Workshops und Interviews. Das führt dazu, dass bei der Gestaltung der neuen Arbeitswelt alle mitgenommen werden, die Akzeptanz der Veränderung steigt und die neue Kultur entsprechend auch gelebt wird.“

Ausgerichtet wurde das hybride Event mit rund 60 Teilnehmern vom GewiNet e.V. Kompetenzzentrum Gesundheitswirtschaft e.V. 

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